- Zahlung erst nach der Montage
- Festpreis schriftlich vorab
- Versichert bis 5 Mio. €
Die neue Küche steht in Kartons im Flur, der Termin für den Aufbau ist gebucht – und dann fällt am Vortag die Frage: Schließt der Monteur eigentlich auch das Kochfeld an? Und wer setzt das Eckventil für die Spülmaschine? Genau an dieser Stelle entstehen die meisten Missverständnisse bei einer Küchenmontage. Nicht, weil jemand schlecht arbeitet, sondern weil vorher niemand klar gesagt hat, wo die Arbeit des Küchenmonteurs endet und wo ein eingetragener Elektriker oder Installateur übernehmen muss.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was zum Aufbau einer Küche gehört, welche Arbeiten das Gesetz ausdrücklich Fachbetrieben vorbehält und mit welchen Kosten Sie für die einzelnen Posten rechnen können. Am Ende wissen Sie, welche Fragen Sie vor der Beauftragung stellen sollten – damit am Montagetag nichts offen bleibt.
Was zu einer Küchenmontage gehört
Eine Küchenmontage besteht aus deutlich mehr als dem Zusammenschrauben von Schränken. Je nachdem, ob Sie eine neue Küche aufbauen lassen oder Ihre vorhandene Küche beim Umzug mitnehmen, fallen diese Arbeitsschritte an:
- Aufmaß und Prüfung des Raums: Wandverlauf, Lage der Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser, Fensterbrüstung und Heizkörper.
- Korpusse montieren und ausrichten: Unterschränke werden über die Stellfüße waagerecht ausgerichtet, Oberschränke an der Wand befestigt. Das Ausrichten entscheidet darüber, ob Türen später sauber schließen.
- Arbeitsplatte anpassen: Zuschnitt auf Länge, Eckverbindungen, Ausschnitte für Spüle und Kochfeld, Abdichtung der Schnittkanten.
- Fronten, Griffe, Sockel und Blenden: Türen und Schubkästen werden eingehängt und justiert, Sockelleisten zugeschnitten.
- Einbaugeräte einsetzen: Backofen, Geschirrspüler, Kühlschrank und Dunstabzug werden mechanisch eingebaut.
- Anschlüsse: Spüle, Armatur, Geschirrspüler sowie Herd und Kochfeld werden mit den vorhandenen Anschlüssen verbunden – hier gelten die Regeln, die wir im nächsten Abschnitt erklären.
Beim Umzug kommen Abbau, Beschriften der Kleinteile, transportsicheres Verpacken der Fronten und Geräte sowie der Transport selbst dazu. Wie das im Detail abläuft, lesen Sie in unserem Beitrag Küche beim Umzug abbauen.
Wer darf was? Strom, Wasser und Gas im Überblick
Für alle drei Versorgungsarten gilt in Deutschland dasselbe Grundprinzip: Die Leitungen im Haus hinter dem Hausanschluss gehören zur sogenannten Kundenanlage. Wer diese Anlage errichtet, erweitert oder ändert, muss ein Fachbetrieb sein, der im Installateurverzeichnis des örtlichen Netzbetreibers oder Wasserversorgers eingetragen ist. Ein Küchenmonteur darf Geräte einbauen und mit fertig vorhandenen Anschlüssen verbinden – neue Leitungen legen oder bestehende verlegen darf er nicht.
Strom: Herd, Kochfeld und Steckdosen
Die Niederspannungsanschlussverordnung regelt in § 13 NAV, dass Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung – außer durch den Netzbetreiber – nur von einem Installationsunternehmen durchgeführt werden dürfen, das in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Für reine Instandhaltungsarbeiten macht die Vorschrift eine Ausnahme.
Für Ihre Küche heißt das:
- Neue Steckdosen, eine versetzte Herdanschlussdose oder eine zusätzliche Leitung für Backofen oder Kühlschrank sind Änderungen der Anlage. Diese Arbeiten gehören in die Hand eines eingetragenen Elektrobetriebs.
- Das Kochfeld oder den Herd an eine vorhandene Herdanschlussdose anschließen ist ein Geräteanschluss. Die Montageanleitungen der großen Hersteller schreiben dafür in aller Regel eine Elektrofachkraft vor – wer das ignoriert, riskiert im Schadensfall Ärger mit Garantie und Versicherung. Fragen Sie deshalb vorher, wer diesen Anschluss übernimmt.
- Geräte mit Schukostecker wie Geschirrspüler, Kühlschrank oder Mikrowelle werden einfach in die vorhandene Steckdose gesteckt – das ist Teil der normalen Montage.
Welcher Betrieb in Ihrer Stadt eingetragen ist, beantwortet der örtliche Netzbetreiber – in Mannheim ist das MVV Netze, in Heidelberg die Stadtwerke Heidelberg Netze, in Ludwigshafen TWL Netze.
Wasser: Spüle, Armatur und Geschirrspüler
Für die Trinkwasserinstallation gilt § 12 AVBWasserV: Die Errichtung der Anlage und wesentliche Veränderungen dürfen nur durch das Wasserversorgungsunternehmen oder durch ein eingetragenes Installationsunternehmen erfolgen.
- Armatur montieren, Spüle und Geschirrspüler an vorhandene Eckventile und den Abfluss anschließen gehört zur üblichen Küchenmontage.
- Neue Wasserleitungen, versetzte Eckventile oder ein zusätzlicher Abwasseranschluss – etwa weil die Spüle in der neuen Wohnung an einer anderen Wand steht – sind Arbeiten für einen Sanitärbetrieb.
Gas: hier gibt es keine Grauzone
Bei Gas ist die Rechtslage am strengsten. Nach § 13 NDAV dürfen Arbeiten an der Gasanlage hinter der Hauptabsperreinrichtung – außer durch den Netzbetreiber – nur von Installationsunternehmen ausgeführt werden, die in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Ein Gasherd oder Gaskochfeld wird daher immer von einem Gas-Installateur angeschlossen und abgenommen. Ein seriöser Küchenmonteur baut das Gerät mechanisch ein und lässt den Anschluss offen – und sagt Ihnen das vorher.
Übersicht: Was übernimmt wer – und was kostet es ungefähr?
Die folgende Tabelle fasst die typischen Arbeiten zusammen. Die Kostenspannen stammen aus dem Preisvergleich von blauarbeit.de (Stand Juli 2026) und dienen zur Orientierung. Der tatsächliche Preis hängt von der Küche, den Wegen in der Wohnung und den Anschlüssen vor Ort ab.
| Arbeit | Küchenmonteur | Fachbetrieb nötig? | Orientierung Kosten* |
|---|---|---|---|
| Korpusse, Fronten, Sockel montieren und ausrichten | Ja | Nein | 150–250 € je laufendem Meter Küchenzeile |
| Arbeitsplatte zuschneiden und einbauen | Ja | Nein | 150–400 € plus 30–80 € je Ausschnitt |
| Spüle und Armatur an vorhandene Eckventile anschließen | Ja | Nein | enthalten oder 100–300 € je nach Aufwand |
| Neue Wasserleitung oder Eckventil versetzen | Nein | Ja – Sanitärbetrieb (§ 12 AVBWasserV) | nach Angebot des Fachbetriebs |
| Kochfeld oder Herd an vorhandene Herdanschlussdose | nur mit Elektrofachkraft | Hersteller verlangt Elektrofachkraft | 100–200 € |
| Neue Steckdose oder Herdanschluss verlegen | Nein | Ja – eingetragener Elektrobetrieb (§ 13 NAV) | nach Angebot des Fachbetriebs |
| Gasherd oder Gaskochfeld anschließen | Nein | Ja – eingetragener Gas-Installateur (§ 13 NDAV) | nach Angebot des Fachbetriebs |
| Alte Küche abbauen und entsorgen | Ja | Nein | 150–400 € |
* Spannen laut blauarbeit.de, Stand 22.07.2026. Keine DEKA-Preise; Ihren Festpreis nennen wir nach Fotos oder Besichtigung.
Als Faustregel nennt dieselbe Quelle für den kompletten Aufbau einer Küchenzeile bis drei Meter 400 bis 700 Euro, für eine Standardküche bis fünf Meter oder in L-Form 500 bis 1.100 Euro und für große Küchen mit Insel 1.000 bis 1.500 Euro. Mehr zu den Preisfaktoren finden Sie auf unserer Seite Küchenmontage Kosten.
Die Arbeitsplatte: der Schritt, der über das Ergebnis entscheidet
Kein Arbeitsschritt verzeiht weniger Fehler als der Zuschnitt der Arbeitsplatte. Ein falscher Schnitt lässt sich nicht rückgängig machen, und eine neue Platte bedeutet oft Wochen Lieferzeit. Drei Punkte sollten Sie vorher klären:
- Material: Schichtstoffplatten werden vor Ort zugeschnitten. Massivholz braucht Erfahrung beim Ölen der Schnittkanten. Stein- und Keramikplatten werden in der Regel beim Hersteller nach Aufmaß gefertigt – hier schneidet der Monteur nichts selbst.
- Ausschnitte: Für Spüle und Kochfeld liefern die Hersteller Schablonen oder Maße. Wichtig ist, dass das Gerät bei der Montage schon da ist – ein Ausschnitt nach Katalogmaß ohne das echte Gerät ist ein unnötiges Risiko.
- Abdichtung: Jede Schnittkante, besonders um die Spüle, muss gegen Feuchtigkeit versiegelt werden. Aufgequollene Kanten neben der Spüle sind der häufigste Schaden an Küchen nach wenigen Jahren.
Küche beim Umzug mitnehmen: passt sie in die neue Wohnung?
Wer seine Küche mitnimmt, sollte vor dem Umzugstermin drei Maße in der neuen Wohnung prüfen: die Wandlänge, die Lage des Wasseranschlusses und die Position der Herdanschlussdose. Liegen Wasser und Strom an einer anderen Stelle als in der alten Wohnung, braucht es entweder einen Fachbetrieb, der die Anschlüsse anpasst, oder eine neue Planung der Küchenzeile. In einer Mietwohnung brauchen Sie für Änderungen an Leitungen außerdem die Zustimmung des Vermieters.
Oft ist eine Anpassung der Küche selbst günstiger als das Verlegen von Leitungen: ein Unterschrank weniger, eine neue Arbeitsplatte in passender Länge, ein Passstück zur Wand. Lassen Sie sich beides anbieten, bevor Sie entscheiden. Wie Abbau, Transport und Aufbau einer bestehenden Küche ablaufen, lesen Sie in unserem Beitrag Küche beim Umzug abbauen.
Checkliste vor der Beauftragung
Diese Fragen sollten im Angebot beantwortet sein, bevor Sie zusagen:
- Ist der Preis ein Festpreis oder wird nach Stunden abgerechnet?
- Sind Arbeitsplattenzuschnitt und alle Ausschnitte enthalten?
- Wer schließt Kochfeld und Herd an – und ist diese Person Elektrofachkraft?
- Was passiert, wenn Anschlüsse an der falschen Stelle liegen? Wird ein Fachbetrieb vermittelt, und wer koordiniert den Termin?
- Werden Verpackung und Kartonagen mitgenommen?
- Ist die Montage versichert, falls eine Front oder ein Gerät beschädigt wird?
So macht es DEKA
Wir bauen Küchen aller Hersteller auf und ab – neu gelieferte Küchen genauso wie Ihre bestehende Küche beim Umzug. Sie bekommen einen schriftlichen Festpreis, bevor wir anfangen. Arbeiten an Elektro-, Wasser- oder Gasanschlüssen, die ein eingetragener Fachbetrieb übernehmen muss, nennen wir Ihnen vorher im Angebot – statt sie stillschweigend wegzulassen. Schicken Sie uns Fotos der Küche und den Aufbauplan per WhatsApp, dann steht Ihr Preis meist noch am selben Tag.
Richtwerte aus unseren Angeboten 2026: Eine kleine IKEA-Küche montieren wir ab ca. 379 €, Abbau und Aufbau einer Küche beim Umzug liegen meist zwischen 879 und 1.799 €, ein Monteur kostet 59 € pro Stunde. Wir arbeiten in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und im Umkreis von rund 50 Kilometern – mehr zur Küchenmontage in Heidelberg.
Häufige Fragen
Darf ein Küchenmonteur das Kochfeld anschließen?
Den Anschluss an eine vorhandene Herdanschlussdose sollte eine Elektrofachkraft vornehmen – so verlangen es die Montageanleitungen der Hersteller in aller Regel. Neue Leitungen oder eine versetzte Anschlussdose dürfen nach § 13 NAV nur eingetragene Elektrobetriebe verlegen.
Wer schließt einen Gasherd an?
Ausschließlich ein Installationsunternehmen, das im Installateurverzeichnis eines Gasnetzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NDAV). Der Küchenmonteur baut das Gerät nur mechanisch ein.
Ist der Anschluss von Spüle und Geschirrspüler in der Montage enthalten?
In der Regel ja, solange Eckventile und Abfluss bereits an der passenden Stelle vorhanden sind. Müssen Leitungen verlegt werden, ist das eine Arbeit für einen Sanitärbetrieb.
Wie lange dauert eine Küchenmontage?
Eine Küchenzeile mit bis zu drei Metern ist meist an einem Tag aufgebaut. Größere Küchen in L- oder U-Form oder mit Insel brauchen oft ein bis zwei Tage, Steinarbeitsplatten kommen nach Aufmaß und werden in einem zweiten Termin eingesetzt.
Was kostet eine Küchenmontage ungefähr?
Als Orientierung nennt blauarbeit.de (Stand Juli 2026) 150 bis 250 Euro je laufendem Meter Küchenzeile, für eine Standardküche insgesamt 500 bis 1.100 Euro. Der verbindliche Preis hängt von Ihrer Küche und den Anschlüssen vor Ort ab.
